Helga Rübsamen-Schaeff Familie

Helga Rübsamen-Schaeff Familie |Helga Rübsamen-Schaeff wurde in Düsseldorf geboren und erhielt ab 1967 ihre Ausbildung in Chemie an der Universität Münster. Sie erhielt 1971 ihr Diplom und 1973 ihre Promotion bei Herbert Witzel.

Als Postdoktorandin arbeitete sie in Münster, an der Cornell University (bei GP Hess, Arbeiten zum Acetylcholinrezeptor und biophysikalische Messungen) und am Institut für Medizinische Virologie in Gießen (Virologie und Onkogene, Heinz Bauer, Rudolf Rott) .

Außerdem arbeitete sie an der Universität zu Köln (Institut für Humanvirologie, Leiterin einer Arbeitsgruppe) und am Paul-Ehrlich-Institut in Frankfurt. 1982, 1983 und 1985 war sie Gastwissenschaftlerin an der Harvard University, wo sie sich auf die Erforschung der Krebsentstehung (Onkogene, Biochemie von Tumorzellen) sowie der dabei beteiligten Viren spezialisierte.

Diese Forschung wurde zusammen mit James Mullins durchgeführt, der ein menschliches Leukämievirus namens HTLV-1 UK klonte. 1983 wurde sie Professorin in Frankfurt, nachdem sie von 1982 bis 1986 als Leiterin der Sektion Immuntherapie am Chemotherapeutischen Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus und von 1987 bis 1993 als Geschäftsführerin dieser Einrichtung tätig war Frankfurt.

Während ihrer Zeit am Georg-Speyer-Haus hat sie sich mit HIV beschäftigt und es ihr gelungen, die ersten HIV-Stämme in Deutschland aus Patienten zu isolieren. Sie zeigte auch, dass das Virus in einer außergewöhnlich großen Vielfalt von Stämmen vorhanden ist und sich ständig weiterentwickelt.

Nach diesen frühen Erfolgen konnte sie Forschungsgelder sichern, die es der Institution ermöglichten, ihre Tradition der wissenschaftlichen Forschung fortzusetzen (sie wurde 1986 vom Paul-Ehrlich-Institut getrennt). Als direkte Folge davon wurden in Zusammenarbeit mit der Pharmabranche Tests an der Institution etabliert und Methoden zur Heilung gesucht.

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Helga Rübsamen-Schaeff Familie
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Aber auch die Jagd nach Genen, die die Zellproliferation beim Menschen antreiben und die im Falle einer Mutation oder Überexpression zur Krebsentstehung beitragen können, geht weiter. Ab 1988 hatte sie eine Professur an der Universität Frankfurt in den Fachbereichen Biochemie und Virologie inne.

1994 bot mir die Bayer AG die Möglichkeit, weltweite Verantwortung für die Leitung der antiviralen Forschung zu übernehmen. Ich wurde in eine Position gebracht, in der ich mich entscheiden musste, ob ich die akademische Welt und das etablierte Institut verlassen möchte oder nicht. Gleichzeitig sah ich die Chance, mich nicht nur an der Forschung zu beteiligen, sondern auch an der Entwicklung neuer Medikamente mitzuwirken, und stimmte schließlich zu.

Einerseits kenne ich den beschwerlichen Weg, den ein neues Medikament von den frühen Stadien der Forschung und Entwicklung bis zu seinem Einsatz in der klinischen Versorgung von Patienten zurücklegen muss, aus erster Hand.

Andererseits hatte ich jetzt eine viel größere Verantwortung, nicht nur für ein größeres Budget, sondern vor allem für Substanzen, die am Menschen getestet werden sollten und die Behandlung von Krankheiten nachhaltig verbessern sollten. Diese Verantwortung war eine direkte Folge der Tatsache, dass mir mehr Autorität gegeben wurde.

Ende 2004 kam der Bayer-Konzern zu dem Schluss, dass die Infektionsforschung als eigenständiges Unternehmen besser bedient werden sollte. Mir wurde die Möglichkeit gegeben, General Manager der neuen Firma zu werden, und ich entschied mich, den Posten anzunehmen.

An diesem Punkt meiner Arbeit stand ich vor einem bedeutenden Hindernis, das gleichzeitig sehr aufregend war. Es war notwendig, eine Vision für das neue Unternehmen zu entwickeln, und es lag an mir, die Mitarbeiter der Forschungseinrichtung, die ich bei Bayer leitete, davon zu überzeugen, mein Vertrauen in diese Vision zu teilen und mir in die neue Organisation zu folgen.

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Mindestens ebenso entscheidend wie die Verhandlungen mit der Muttergesellschaft war es, mit uns Investoren zu finden, die an das junge Unternehmen glauben, um dem neuen Unternehmen die größtmöglichen Startmöglichkeiten zu bieten.

Da ich Geschäftsführer der neu gegründeten Firma AiCuris bin (der Name leitet sich von Anti-Infective Cures ab, was die Heilung von Infektionskrankheiten impliziert), ist es für mich selbstverständlich, mich neben der Forschung auf Belange rund um das Thema zu konzentrieren Wirtschaft.

Der Forschung und Entwicklung in unserem Unternehmen werde ich aber weiterhin eng verbunden bleiben. Dies liegt daran, dass ich der festen Überzeugung bin, dass nur ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz zu einem fundierten Urteil führen kann.