Familie Ruckstuhl Kanada

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Familie Ruckstuhl Kanada/\So verbringt Familie Ruckstuhl ihren ersten Winter in ihrem neuen Zuhause.
Alexandra Ruckstuhl und ihre Familie entdecken, wie es ist, in einem abgelegenen Teil Kanadas zu leben, nachdem sie nach Ootsa Lake gezogen sind.


Alexandra Ruckstuhl und ihre Familie zogen aus einer kleinen Stadt in einen abgelegenen Teil Kanadas und brachten alle ihre Tiere und Vorräte mit. Sie hoffen, auf dem Grundstück eine Gemeinschaftsfarm zu errichten.

Wie sieht das Leben ihrer Tochter Josephine aus, die an der seltenen Krankheit Hurler erkrankt ist? Wie gewöhnt sie sich an ihre neue Umgebung?

Josephine ist Kindergartenschülerin. Normalerweise dauert dies höchstens ein bis zwei Jahre. Josephine hingegen benötigt etwas mehr Zeit und wird daher eine Klasse wiederholen. Sie macht jedoch deutliche Fortschritte.

Schon im Kindergarten bekommt sie regelmäßig Besuch von verschiedenen Therapeuten und hat jeden Tag jemanden an ihrer Seite, der ihr bei Aufgaben hilft, die sie alleine nicht bewältigen kann.

Sie kann sich zum Beispiel nicht so anziehen wie andere Sechsjährige. Ihre Gelenke und ihr Rücken lassen sie das nicht zu. Auf der anderen Seite ist sie eine sehr autarke Person.

Diese Familie aus Kümmertshausen lebt seit fast vier Jahren in Nanton, in der Nähe von Calgary, Kanada. Sie haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der SRF-Sendung «Auf und weg» erhielt die Familie überraschend Besuch aus dem Thurgau: Mona Vetsch, Gast in der Wildnis östlich der Rocky Mountains bei der bald fünfköpfigen Familie, stattete ihnen einen Besuch ab ein Besuch.

In der Ferne wiegt sich das Steppengras im Wind, wilde Pferde galoppieren über eine scheinbar endlose Prärie, und am Horizont ragen die Rocky Mountains majestätisch in den Himmel.

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Für die Familie Ruckstuhl ist es Realität, endlich frei zu sein, endlich ohne Nachbarn zu sein, endlich Herr über Haus, Hof und Hektar zu sein.

Dieser Traum vieler Schweizerinnen und Schweizer – knapp 40’000 von ihnen leben heute in Kanada – ist im Alltag Realität.

Seit Mai 2015 bewirtschaften Ostschweizer im 2000-Seelen-Dorf Nanton in der kanadischen Provinz Alberta Bauern, und das Leben dort scheint ganz normal zu sein – oder zumindest scheint es oberflächlich zu sein.

Markus Ruckstuhl (31) ist bei einem Großbauern angestellt, seine Frau Alexandra (32) verbringt ihre Tage mit Gartenarbeit und der Pflege der Tiere im elterlichen Haushalt. Die meiste Zeit verbringt sie mit ihren beiden Töchtern Elena (2) und Josephine (4), die liebevoll Jojo genannt wird.

„Wenn wir Landwirte in der Schweiz wären, stünde es uns schlechter“, ist Markus Ruckstuhl überzeugt. „Ich verdiene etwa gleich viel wie vorher, aber die Lebenshaltungskosten sind hier deutlich niedriger.

“ Knapp 380 Franken zahlt die Familie monatlich für ihr 90-Quadratmeter-Haus auf eigenem Grundstück. „Und die Freiheit, die wir hier haben, ist unbezahlbar“, schwärmt Alexandra Ruckstuhl.

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